MigAktiv Plus
Über einen Zeitraum von 30 Jahren – von 1995 bis Dezember 2025 – wurden im Rahmen des Projekts „MigAktiv Plus“ am UKI Maßnahmen zur Berufsorientierung mit Sprachförderung, zur Vermittlung von EDV-Kenntnissen sowie zur Gesundheitsförderung für erwerbslose Migrant*innen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen durchgeführt. Diese Maßnahme wurde durch das Sozialministeriumservice gefördert.
Das Projekt richtete sich speziell an begünstigte oder begünstigbare Migrant*innen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen mit einem Behinderungsgrad von 50 % bei körperlichen oder 30 % bei psychischen Beeinträchtigungen/Behinderungen. Der Behinderungsgrad konnte im Zuge des Aufnahmeverfahrens von UKI selbst festgesetzt oder durch einen Bescheid oder eine Einschätzung des Sozialministeriumservice Wien offiziell festgestellt werden. Die Kursteilnehmenden erhielten vom AMS Wien eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts (DLU).
Das UKI förderte mit diesem Projekt vermittlungsorientierte Integrationsbegleitung, erhöhte Self-Empowerment und unterstützte die Teilnehmenden bei der Positionierung am Arbeitsmarkt.
Die Kursteilnehmenden wurden während des Projekts in sämtlichen sozialen Bereichen unterstützt, insbesondere bei behinderten- und migrant*innenspezifischen Belangen. Durch das gezielte Entwickeln und Ausbauen der eigenen Potentiale wurden Autonomie, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe der Teilnehmenden erhöht. Sie wurden aber auch individuell von den Projektbetreuer*innen bei bürokratischen Angelegenheiten unterstützt. Dazu zählten etwa Antragsstellungen bei relevanten Behörden oder die Orientierung im österreichischen Gesundheitswesen.
Die gemeinsame Erarbeitung von realistischen Berufszielen führte zu einer besseren Positionierung am Arbeitsmarkt. Dabei stand der Erwerb von sprachlichen und sozialen Kompetenzen als auch das Trainieren derpragmatischen Bewältigung des Arbeitsalltags und Berufslebens im Vordergrund.
Projektinhalte
- Sprachförderung und Deutsch: Lernen und Vertiefung sprachlicher und sozialer Kompetenzen, kommunikatives Sprachhandeln in praxisnahen Situationen
- Berufsorientierung: Berufsorientierung und soziale Orientierung im Alltag (Sozialkunde), Bewerbungstraining, Telefontraining, Videotraining und Unterstützung bei der aktiven Arbeitssuche durch Outplacement
- EDV: Vermittlung von EDV-Grundkenntnissen, Umgang mit Betriebssystemen, Office Paket, Internet
- Gesundheitsförderung: Gesundheitsberatung, Bewegungstraining mit professionellen Gesundheitstrainer*innen, Mentaltraining, Orientierung im Gesundheitswesen
- Psychologische Beratung auf freiwilliger Basis
- Betriebs- und Schnuppertage
- Exkursionen zu Produktionsstätten, Museen etc.
- Vorträge von Fachreferent*innen

