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25 Jahre UKI

10 Jahre Hauptschulabschlusskurs

Vor 25 Jahren gründeten Künstler und Schriftsteller gemeinsam mit einigen sozialdemokratischen Politikern sowie engagierten Migranten das Unterstützungskomitee. Seither steht das UKI für Integration und Weiterbildung von MigrantInnen, was in unterschiedlichen Projekten verwirklicht wurde und wird. Eines dieser Projekte ist der äußerst erfolgreiche "Vorbereitungskurs für den Hauptschulabschluss", der bereits seit 10. Jahr besteht.
Grund genug also, um gemeinsam mit Freunden und Wegbegleitern diese Jubiläen zu feiern.
Neben unserem Ehrengast, dem Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Rudolf Hundstorfer, begrüßten wir den AK-Präsidenten, Mag. Herbert Tumpel, Dr. Stefan Potmesil vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Karl Amon vom ORF, Josef Wallner (AK), Mag.a Alev Korun (Sprecherin für Integration, Migration und Menschenrechte, Abgeordnete zum Nationalrat der Grünen), Mag.a MinR Regina Barth vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, etc. sowie zahlreiche VertreterInnen der Bundesministerien, des AMS und sozialer Einrichtungen.

Moderiert wurde der Abend vom ORF-Moderator Peter Resetarits, dem wir an dieser Stelle noch einmal unseren besonderen Dank aussprechen möchten. Das orientalische Musiktrio Roomi sorgte mit historischen Instrumenten für stimmungsvolle Untermalung.


Zu Beginn des offiziellen Teils des Abends erzählten 3 ehemalige KursteilnehmerInnen des UKI über ihre persönliche Lebensgeschichte, ihre Erfahrungen mit und durch das UKI sowie ihre erfolgreichen schulischen und beruflichen Karrieren.

Adriana und Mehendra Galani sind beide blind und haben das BSB-Projekt im UKI absolviert. Sie haben in kürzester Zeit Deutsch gelernt und arbeiten momentan erfolgreich an einem Aufklärungsprojekt für Kinder und Jugendliche zum Thema Blindheit. Vor kurzem hat Frau Galani zusätzlich eine Computerausbildung abgeschlossen.

Hasan Rafei ist 19 Jahre alt, 2007 besuchte er den UKI Vorbereitungskurs für den Hauptschulabschluss, den er erfolgreich absolvierte und das, obwohl er in seiner Heimat niemals eine Schule besucht hat. Seit Herbst 2008 geht er auf ein Wiener Gymnasium mit Werkschulheim. Nach der Matura möchte er Medizin studieren.

Unsere ehemaligen Kursteilnehmer stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass man seine Ziele mit dem nötigen Willen, viel Motivation, aber auch der richtigen sozialen Infrastruktur erreichen kann. Sie führten uns vor Augen, dass es bei Integration nicht um leere Worte geht, sondern um konkrete Unterstützung.


DI Nasser Alizadeh, ehemaliger Geschäftsführer des UKI, unterstrich in seiner sehr emotionalen Rede die Wichtigkeit einer konsequenten und gerechten Integrationspolitik in Zeiten, in denen rechte Parteien Stimmung machen gegen Zuwanderung und künstlich Ängste vor Immigration geschürt werden. Weiters wies er auf die Bedeutung von MigrantInnen für den Ausbau von Österreich hin und auf die daraus resultierende Notwendigkeit, MigrantInnen die Möglichkeit zu bieten, ihre Fähigkeiten und Potentiale zu entfalten. Im 2. Teil seiner Ansprache führte uns Herr DI Alizadeh durch die 25jährige Geschichte des UKI – von den Anfängen bis heute.


Später am Abend wurde Herr DI Alizadeh vom Vereinsobmann, Herrn DI Engleder, für seine Leistung geehrt. Alizadeh habe eine Organisation aufgebaut, die nach 25 Jahren Integration und politischem Diskurs eine feste Größe am Integrationssektor darstelle und die es geschafft habe, durch verantwortungsbewusste Integrationsarbeit das Vertrauen der Gesellschaft und der Financiers zu gewinnen.


Mag. Manochehr Shahabi stellte sich als neuer Geschäftsführer offiziell vor und unterstrich noch einmal die Wichtigkeit von sozialem und integrativem Engagement in der heutigen Gesellschaft.


Als letzter Redner des Abends betrat Bundessozialminister Hundstorfer die Bühne. Er betonte, dass Österreich immer ein Einwanderungsland gewesen sei und stets von Integration profitiert hätte. Der typische Wiener zum Beispiel, hätte seine Wurzeln anderswo. Es ginge um das GEMEINSAM, darum, dass Integration ein beidseitiger Prozess sei.

Herr Hundstorfer sagte weiters, dass Bildung und Ausbildung ein wesentlicher Faktor zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei. So hätten 40% aller Arbeitslosen zwischen 19 und 24 Jahren nur einen Pflichtschulabschluss. Dies wäre für den Arbeitsmarkt nicht ausreichend. Man müsse bessere und effektivere Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung schaffen.


Im Anschluss seiner Rede, stellte sich Rudolf Hundstorfer einer Diskussion zur Lage von Asylwerbern, die weder Zugang zu Lehrstellen, noch zum Arbeitsmarkt haben und großteils Jahre auf Bleiberecht warten. Hundstorfer gab zu, dass es hier noch keine befriedigende Lösung gäbe und vorrangig die Zeitspanne der Bearbeitung von Asylverfahren drastisch verkürzt werden müsse.


Nach dem offiziellen Teil des Abends wurden die Gäste in die neuen Räumlichkeiten des UKI geführt, wo sie ein köstliches Buffet erwartete. Am späteren Abend trat die Musikgruppe Roomi noch einmal auf und sorgte für ausgelassene Stimmung.

Abschließend wollen wir uns noch einmal bei allen Mitwirkenden und allen Gästen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass unser Jubiläum würdig gefeiert wurde. Unser Dank gilt außerdem allen Fördergebern, die durch ihre Unterstützung einen großen Beitrag zur Verwirklichung unserer Projekte in den letzten 25 Jahre geleistet haben.

Zu unseren Partnerorganisationen zählen:

Bundessozialamt, Sozialministerium, AMS Wien,
AMS Niederösterreich, MA 7 (Kulturabteiung der Stadt Wien),
Europäischer Sozialfonds, Wiener Integrationsfonds,
Familienministerium und Unterrichtsministerium



Mit freundlicher Unterstützung der MA7

Erstellt am 08.06.2009